Träum weiter, Deutschland!

Buch: Träum weiter Deutschland! Politisch korrekt gegen die Wand (Günter Ederer) 

Politisch korrekt gegen die Wand

HEYNE       413 Seiten
Juli 2013 , HEYNE, ISBN 978-3453602557

 

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Kurzbeschreibung

Warum der Staat uns nicht retten kann

Günter Ederer entlarvt die deutsche Neigung, sich bei Themen wie Bevölkerungsrückgang, Staatsverschuldung, Klimawandel oder Bildungsmisere von Wunschdenken, Ideologien und Staatsgläubigkeit leiten zu lassen – und er erklärt, warum wir mit dieser Haltung Deutschland an die Wand fahren.
Der Schuldenberg des Bundes wächst Jahr für Jahr um 80 Milliarden Euro, wir aber feiern die zehn, die gespart wurden. Mit 165 Milliarden Euro subventionieren wir Berufsgruppen wie Hoteliers, Blumenhändler, Milchbauern, aber glauben noch immer, dass es die Hartz-IV-Empfänger sind, die uns ruinieren. Im Jahr 2009 haben 40.000 gut ausgebildete Türken Deutschland wegen schlechter Jobperspektiven den Rücken gekehrt. Während wir qualifizierte Einwanderer brauchen, wandern 150.000 qualifizierte Deutsche aus. Zu viele Interessen, vor allem der Machteliten, verhindern grundlegende Lösungen. Der drohende Kollaps Deutschlands kann nur durch ein Weniger an Staat verhindert werden, damit sich die Kräfte einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung entfalten können, die echte Gerechtigkeit ermöglichen. Ederer skizziert Alternativen, die Deutschland eine Zukunft ohne Staatsverschuldung und Staatsbevormundung ermöglichen.

 

Rezensionen aus der Presse

Marianne Körber, Süddeutsche Zeitung 9. Juli 2011

„Ederer hat Recht: Warum nicht die besten Modelle nachmachen, bevor Deutschland in der Bedeutungslosigkeit versinkt?“

Ganze Rezension lesen: Süddeutsche Zeitung, Fernblick bis zum Tellerrand

 

Philip Plickert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Juni 2011

„Ungewohnt für einen liberalen Publizisten ist die Vehemenz, mit der Ederer gegen gierige Banken, Großkonzerne und das grüne Bürgertum vom Leder zieht. Hier spricht Ludwig Erhard für den kleinen Mann. Viele Subventionen kritisiert Ederer auch deshalb so scharf, weil sie eine finanzielle Umverteilung von unten nach oben bedeuten“

Ganze Rezension lesen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wach auf, Deutschland

 

Carl Batisweiler, Euro, Mai 2011

„Ein kluges Buch wider den gleichmacherischen Zeitgeist.“

 

Michael Holmes, Die Welt, 23. Mai 2011

„Anhand vieler Beispiele zeigt er, dass Deutschland seine drängendsten Probleme in den Griff bekommen kann, wenn es aus den Erfahrungen anderer Länder lernt. Wir sollten uns von den niederländischen und finnischen Bildungssystemen, dem estnischen Steuermodell und der australischen Alterspolitik inspirieren lassen. Neuseeland, Schweden und Dänemark haben in den Neunzigern vorgemacht, wie man der Schuldenfalle entkommt.“

Ganze Rezension lesenDie Welt, Buch zum Sozialstaat

 

Gerd Habermann, Neue Zürcher Zeitung, 6. April 2011

„Ederer ist kein Schreibtisch-Analytiker, sondern kann in seinen Büchern auf sein Wissen aus allen wichtigen Ländern der Erde, die er als Korrespondent und Filmemacher besucht hat, zurückgreifen, ergänzt durch Literatur- und Aktenstudium. Sein neues Buch ist packend, überaus anschaulich und wie immer in dezidierter liberaler Tonart und gleichzeitig ungewöhnlich angriffig geschrieben.“

Ganze Rezension lesen: Neue Zürcher Zeitung, Düsteres Szenario für Deutschland

 

Bernd Loskant, Fuldaer Zeitung, 15. März 2011

„Mit großer Detailkenntnis schildert er die Lage in Deutschland, macht Ursachen der Finanzkrise ausfindig, stößt auf die Wurzeln der staatlichen Daseinsfürsorge im Dritten Reich und erzählt von Unternehmern, die von übereifrigen Steuerbeamten vernichtet wurden. Soll nur keiner sagen, er habe nichts gewusst, wenn die Bombe irgendwann explodiert. […] Der Autor kommt bereits in seinem Vorwort zu der Erkenntnis: Ein kollektiver Verdrängungsmechanismus benebelt Bevölkerung und Politik. Und gerade deshalb ist sein Buch so wichtig.“

Ganze Rezension lesen: Fuldaer Zeitung, Neue Bürger braucht das Land

 

Carlos A. Gebauer, eigentümlich frei, 14. März 2011

„Wer die politische und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands kritisch verfolgen und begleiten will, der kommt an Günter Ederers kenntnisreicher und profunder Analyse unseres Landes schlechterdings nicht vorbei. Sein Buch ist insofern alternativlos hilfreich.“

Ganze Rezension lesen: eigentümlich frei, Über das neue Buch von Gün­ter Ederer

 

Leseprobe Prolog

Vorwort: Auf dem Weg zum Crash?

Da sind zwei Züge in den Siebzigerjahren auf demselben Gleis losgefahren, die irgendwann in den nächsten 15 Jahren zusammenstoßen werden. Der eine Zug heißt Bevölkerungsentwicklung, der andere Staatsschulden. Mit zunehmendem Tempo steigt die Zahl der Rentner rapide an, und wenn dann die Jahrgänge von 1960 bis 1970, die geburtenstärksten, die es je in Deutschland gab, aus dem Arbeitsleben ausscheiden, fehlen jährlich bis zu 600 000 Menschen, die die Lücken füllen könnten.

Im Fünfjahresrhythmus sind es dann drei Millionen Beschäftigte weniger, die Steuern zahlen und die Sozialsysteme finanzieren können. Zahlen, die heute schon unumkehrbar feststehen. Nicht anders verhält es sich mit dem anderen Zugungetüm, das auf uns zurollt: den unvorstellbaren Schulden, die Deutschland angehäuft hat. Fast zwei Billionen Euro cash und noch einmal sieben Billionen Euro in Gesetzen festgeschriebene Ausgaben, für die es keinen Cent Rücklagen gibt. Das sind die rasant ansteigenden Kosten fu¨r die Beamtenpensionen, die Rentner, die Krankenkosten und die Pflege, über die wir nur ansatzweise diskutieren. Ein kollektiver Verdrängungsmechanismus benebelt Bevölkerung und Politik. Obwohl die Zahlen bekannt sind, will kaum jemand wissen, welche Konsequenzen sie bedeuten.

Es ist wie im Märchen Des Kaisers neue Kleider. Wer laut ruft: „Unser Staat ist pleite“, wird von der politisch korrekten Klasse als Miesmacher aussortiert. Er stört den wohligen Traum, dass alles schon nicht so schlimm kommen wird. Die Züge werden noch beschleunigt durch die wachsende Staatsgläubigkeit der Deutschen. Dazu zwei Beispiele: Als die weltweite Finanzkrise auch Deutschland erreichte, forderte die Vereinigte Linke die Verstaatlichung der Banken. Dabei waren die dümmsten Käufer der wertlosen US-Finanzderivate die staatseigenen Landesbanken. Es wird also die Verstaatlichung der staatlichen Banken verlangt. Das ist schon ein Fall für den Psychiater. Oder, wann immer die Deutsche Bahn AG durch Pannen und Unfähigkeit auffällt, wer- den sofort die geplante Privatisierung und die Gewinnmaximierung verantwortlich gemacht. Das geschieht reflexartig, ohne die Fakten überhaupt noch wahrzunehmen. Die Deutsche Bahn AG gehört nämlich zu 100 Prozent der Bundesrepublik Deutschland und wird auf allen Ebenen, von der Spitze bis zum Lokführer, von politisch motivierten Entscheidungen geprägt. Wie die Lämmer, die ihren Metzger wählen, hoffen immer mehr Deutsche auf die Lösung unserer Probleme durch das Kollektiv, also den Staat. Statt darauf zu drängen, dass jedem Einzelnen möglichst viel Geld von seinem Verdienst bleibt, damit er selbst entscheiden kann, was für ihn gut und richtig ist, haben wir uns eines der kompliziertesten Steuersysteme der Welt zugelegt. Wir übergeben lieber unser Geld dem Staat und lassen dann einen Bürokraten über uns verfügen.

Nicht einzelne Entscheidungen von Millionen von Bürgern formen unsere Gesellschaft, sondern einige wenige entscheiden über Millionen. Es dürfte weltweit einmalig sein, dass eine Partei an Zustimmung verliert, weil sie die Staatsausgaben und damit die Steuern senken will. Dafür haben sich in Deutschland neue moralische, aber sehr schwammige Maßstäbe etabliert. Keine Gesetzesinitiative mehr, die nicht mit den Attributen „umweltverträglich, sozialverträglich und nachhaltig“ versehen wird. Das ist dann „politische Korrektness“ in Vollendung. Aber diese „politische Korrektness“, diese soziale Tyrannei der öffentlichen Herrschaftsmeinung ist nicht nachhaltig: Im Gegenteil, sie beschleunigt die beiden aufeinander zu donnernden Züge. Unser Gesellschaftsmodell der vermarxten, vermurksten Markwirtschaft kracht an die Wand – unweigerlich. Und spätestens dann wird deutlich, wie unsozial es war und ist.

Ob wir durch eine hohe Inflationsrate oder gleich durch eine Währungsreform für die Schulden der verantwortungslosen Jahrzehnte von 1970 an aufkommen müssen, ist ziemlich egal. Die Zeche zahlt vor allem der berühmte „kleine Mann“, der sich nicht absetzen und seine Gelder außer Landes bringen kann. So ausweglos die Perspektive für die Bundesrepublik Deutschland auch aussieht, in diesem Buch zeige ich Alternativen auf, wie die Züge noch mit einer Vollbremsung zu stoppen wären. Es sind Alternativen, die in anderen Staaten mit Erfolg praktiziert werden. Wir Deutsche müssen also das Rad nicht neu erfinden, sondern einmal von anderen lernen, auch wenn uns das schwer fällt. Hängen wir doch immer noch der Vorstellung nach: „Am deutschen Wesen muss die Welt genesen.“ Denn reden wir uns nicht gerade ein, dass wir die „Lokomotive der Weltwirtschaft“ sind, die „Retter des Euro“, das „Vorbild für die Rettung des Weltklimas“? Statt sich im Eigenlob zu suhlen, haben alle Lösungsansätze in diesem Buch etwas gemeinsam, das den Deutschen eher fremd ist: Sie verlangen weniger Staat, mehr Wettbewerb, sie verlangen mehr Eigenverantwortung, weniger Gleichheit und vor allem den Mut für ein unabdingbares Bekenntnis zur Freiheit.

Wir haben die Wahl: Weiter so wie bisher mit einem Modell, das die Geburten schrumpfen lässt, weil sich Kinderlosigkeit auszahlt, und das die Schulden wachsen lässt, weil ein allgegenwärtiger Staat vernebelt, wer verantwortlich ist – oder wir setzen auf die individuelle Freiheit, den Motor, welcher der westlichen demokratischen Gesellschaft zum Erfolg verholfen hat.

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4 Gedanken zu “Träum weiter, Deutschland!

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